Ahorn

Stadtnah ländlich leben.

Die Gemeinde Ahorn setzt sich aus insgesamt 13 Ortsteilen zusammen und besticht aufgrund ihrer besonders reichen Schätze an malerischen Baudenkmälern: wie z.B. dem Schloss und der Schlosskirche in Ahorn, das Gerätemuseum der Alten Schäferei, Schloss und Park Hohenstein oder der Pfarrkirche St. Johannes in Witzmannsberg.

Gleichzeitig spiegelt die wechselhafte Geschichte traditionsreicher Dörfer wie Eicha, Schorkendorf oder Triebsdorf die historische Entwicklung des gesamten Coburger Landes…

Station 1: Rathaus Ahorn

Jahrhundertelang unterstanden die 13 Ortsteile Ahorns den unterschiedlichsten Herrschaften, wie z.B. den Äbten von Kloster Langheim, den Herren von Erffa, Lichtenstein oder den Kurfürsten und Herzögen von Sachsen. Diese sehr individuellen Geschichten und Traditionen bilden zugleich den kulturellen Reichtum der Gemeinde Ahorn, die seit 1920 zum Landkreis Coburg im Freistaat Bayern gehört.
Rathaus Ahorn

Station 2: Schloss Ahorn

Schon seit dem 11. Jahrhundert stand in Ahorn eine Burg. Mit dem Beginn der Neuzeit verwandelten verschiedene Adelsfamilien – z.B. die Münzmeister von Rosenau – diesen trutzigen Wehrbau in einen herrschaftlichen Wohnsitz, der auch weiterhin das gesellschaftliche und wirtschaftliche Zentrum des Rittergutes Ahorn bildete. Im 19. Jahrhundert übernahm schließlich die Familie von Erffa die malerische Schlossanlage.
Schloss Ahorn

Station 3: Schlosskirche Ahorn

Im 15. Jahrhundert errichteten die Herren von Lichtenstein in Ahorn ihre gotische Schlosskirche mit Turm und schwerem Chorgewölbe. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde die Kirche evangelisch und noch mehrfach umgebaut und mit einer Orgel sowie prachtvollen Grabmälern ausgestattet.
Kirche Ahorn

Station 4: Alte Schäferei Ahorn

Schon seit dem Mittelalter prägten Schafe die Ahorner Landwirtschaft: So trieben im 17. Jahrhundert die Wanderschäfer ihre Tiere von Ahorn über Eicha und Schorkendorf bis nach Witzmannsberg. Mit dem Bau der „Alten Schäferei“ im 18. Jahrhundert erhielt das Rittergut Ahorn eine zeitgemäße Gutsschäferei, die bis in das 20. Jahrhundert bewirtschaftet wurde. Heute beherbergen ihre Gebäude das „Gerätemuseum des Coburger Landes“.
Alte Schäferei Ahorn

Station 5: Drudenloch und Ziegelhütte

Die Gemeinde Ahorn ist reich an uralten Sagen und Mythen, die sich um abgelegene Landmarken ranken, wie um die geheimnisvollen Drudenlöcher im Wald bei Wohlbach. Ganz bodenständig ist dagegen die Geschichte des ehemaligen Traditionsgasthauses „Hummel“ im Örtchen Ziegelhütte bei Schafhof. Um ein Coburger Verbot zu umgehen, errichtete Freiherr von Imhoff diese Wirtschaft auf königlich-bayrischem Territorium ein, nur wenige Kilometer von der Landesgrenze entfernt. Ein Beispiel für den Grenzverlauf und die enge Wechselbeziehung.
Drudenloch und Ziegelhütte Ahorn

Station 6: Eicha und Schorkendorf

Schon im Hochmittelalter teilten sich das Kloster Langheim und die Familie von Lichtenstein ihre Herrschaft über die Ortschaft Eicha. Diese Rechtsregelung führte in der Reformation sogar zur konfessionellen Spaltung der Einwohnerschaft.
Schorkendorf dagegen unterstand im Ganzen den reichen Langheimer Äbten, ehe beide Dörfer 1803 zunächst an das Kurfürstentum Bayern fielen – und 1931 dann Teil des damaligen Bezirksamtes Coburg wurden.
Eicha und Schorkendorf

Station 7: Schloss Hohenstein mit Park

Das romantische Schloss Hohenstein, hoch über Schafhof, steht auf den Mauern einer ehemaligen Burg aus dem Spätmittelalter. Am Hang des Burgberges begannen schon im 18. Jahrhundert die Schlossherren mit der Anlage ihres malerischen Rokokogartens, der später dann durch Gustav von Imhoff in einen bezaubernden englischen Park verwandelt wurde. Besonders interessant ist es dem ausgewiesenen Querkelsteinweg zu folgen, um so auf Entdeckungsreise durch den ehemaligen Landschaftspark zu gehen, der sich über die gesamte Bergkuppe erstreckt.
Schloss Hohenstein

Station 8: Gut Neuhaus und die Wüstungen

Erst im Spätmittelalter wurde wohl das Gut Neuhaus gegründet. Wahrscheinlich als Wirtschaftshof des Rittergutes Hohenstein. Solchen Neugründungen stand vor allem im Dreißigjährigen Krieg die Zerstörung benachbarter Siedlungen gegenüber, wie z.B. Triebsdorf, der Finkenmühe oder selbst des Schlosses Hohenstein. Bis heute erinnern die unweit vom Gut Neuhaus gelegenen Wüstungen Hühnerhaus oder Wolfersdorf an solche Ortschaften, die seither nicht wieder besiedelt wurden.
Gut Neuhaus und die Wüstungen

Station 9: St. Johannes in Witzmannsberg

Witzmannsberg stand seit dem 13. Jahrhundert unter der weltlichen Herrschaft der Äbte von Kloster Langheim. Als daher zu Beginn der Neuzeit das Dorf seine eigene Kirche erhielt, wurde sie ganz selbstverständlich katholisch geweiht. Nach dem Grundsatz: Der Landesherr bestimmt die Konfession. Erst nach 1708 wurde in Witzmannsberg mit „St. Johannes der Täufer“ die heutige Barock-Kirche errichtet und in den folgenden Jahrhunderten prächtig ausgestattet.
Kirche Witzmannsberg

Station 10: Ahorner Wegzeichen

Die Gemeinde Ahorn ist eingeflochten in ein Netz idyllischer und teils sehr alter Wege, die Ahorns Ortsteile untereinander, aber auch mit Coburg oder Wüstenahorn verbinden. Einige dieser Pfade führen heute noch an charakteristischen Wegzeichen vorüber, wie der „Carlsruhe“ auf der Ahorner Höhe, der „Hohen Fichte“ oder dem „Allafelsen“ auf dem Sandberg.
Ahorner Wegzeichen

Station 11: Triebsdorf, Finkenau

Schon im 18. Jahrhundert zankte sich Kloster Langheim mit den Herzögen von Sachsen-Coburg-Saalfeld um die Ortschaft Triebsdorf an der Itz. Zumindest vorrübergehend kam das Dorf dann 1803 unter bayerische Herrschaft, ehe es endgültig zu Coburg geschlagen wurde.
Ähnlich wechselhaft ist auch die Geschichte des benachbarten Mühlenortes Finkenau, der erst 1832 von Amalie von Baumbach, der damaligen Schlossherrin von Ahorn, erworben wurde.
Finkenau

Station 12: Zehntstein und Kutschweg

Bis in das 19. Jahrhundert verteilte sich die heutige Gemeinde Ahorn auf verschiedene Herrschaften, wie das Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld oder das Königreich Bayern. An diese Zersplitterung erinnert heute noch der Zehntstein auf der Ahorner Höhe. Mit den Steinen einer früheren Zehntscheune wiederum pflasterte Gustav von Imhof seinen Reitweg hinauf zum Schloss Hohenstein.
Zehntstein und Kutschweg Ahorn

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