Niederfüllbach

Kleine Gemeinde, große Geschichte, interessante Geschichten

Viele Jahrhunderte lang wurde die Geschichte Niederfüllbachs durch das Rittergut und seine Besitzer geprägt: Z.B. die Herren von Schaumberg, Reitzenstein oder Portzig. Im 19. Jahrhundert geriet das Gut dann in den persönlichen Besitz von Leopold I., dem späteren König der Belgier.
Als historisches Erbe besitzt die moderne Gemeinde Niederfüllbach daher bis heute einen Schatz reizvoller Baudwerke, wie das Schloss, seine Dorfkirche oder die traditionsreiche Geizenmühle. Für den guten Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft und eine hohe Lebensqualität sorgen facettenreiche Vereine als Rückgrat des lebendigen Gemeindelebens.

Station 1: Schloss Niederfüllbach

Im hohen Mittelalter wachte über Niederfüllbach eine Burg der Herren von Schaumberg, die allerdings im Verlauf des 30-jährigen Krieges zerstört wurde. Erst 1680 konnte sich der neue Dorfherr Wolf Christoph von Reitzenstein den Neubau des Schlösschens leisten, das von seinen Nachfolgern dann immer weiter ausgebaut wurde. Im 19. Jahrhundert kaufte Prinz Leopold von Sachsen-Coburg Saalfeld das Gut, renovierte es und empfing hier sogar seine berühmte Nichte – die englische Königin Victoria.

Koordinaten 50°13’15.2″N 10°59’28.2″E

Schloss NiederfüllbachSchloss Niederfüllbach

Station 2: Niederfüllbach - Kirche

Ursprünglich besaß Niederfüllbach eine gotische Dorfkirche aus dem frühen 15. Jahrhundert, die im 30-jährigen Krieg aber zerstört wurde. Bereits 1660 kümmerte sich daher die Familie von Reitzenstein um den barocken Neubau ihrer protestantischen Pfarrkirche, deren Innenraum heute die prachtvollen Grabmale der Gutsherren-Familien schmücken.

Koordinaten 50°11’15.4″N 10°50’29.7″E

Kirche Niederfüllbach

Station 3: Geizenmühle

Die Ursprünge der Geizenmühle reichen mindestens zurück bis ins 11. Jahrhundert. Damals gehörte der Betrieb noch zum Besitz einer Pfarrei auf dem heutigen Festungsberg. Im 18. Jahrhundert unterstand die Mühle dann dem Bamberger Centamt in Lichtenfels, was wiederholt zu Spannungen mit dem nahen Coburg führte – z.B. im Jahr 1763 zur so genannten „Schlacht von Niederfüllbach“. Erst 1811 kam die Geizenmühle gemeinsam mit dem Dorf unter die Herrschaft der Coburger Herzöge.

Koordinaten 50°13’06.1″N 10°58’53.6″E

Geizenmühle

Station 4: Leopoldbrunnen

Der Leopoldbrunnen wurde als Denkmal angelegt für König Leopold II. von Belgien; er war der Sohn des gebürtigen Coburger Prinzen und berühmtesten Niederfüllbacher Gutsherren: König Leopold I. von Belgien. Während der Kriege gegen Napoleon kämpfte dieser erst in der russischen Kaisergarde und heiratete dann die englische Prinzessin Charlotte. Nach dem frühen Tod seiner jungen Frau kehrte der Witwer nach Coburg zurück und kaufte schon 1819 das Gut Niederfüllbach. 1831 wählte ihn die belgische Nationalversammlung schließlich zum König des frisch gegründeten Staates Belgien.
LeopoldbrunnenLeopoldbrunnen

Station 5: Niederfüllbach - FFH-Schutzgebiet

Östlich des Dorfes zieht sich über die Hänge des Steinrückens eine zauberhafte Wiesenlandschaft -das FFH-Schutzgebiet von Niederfüllbach. Dessen Ziel ist unter anderem der Erhalt der so genannten „Extensiven Mähwiese“: Diese inzwischen bedrohte Kulturlandschaft dient als Heimat zahlreicher bemerkenswerter Tier- und Pflanzenarten wie z.B. Goldammer, Rebhuhn oder des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings.

Koordinaten 50°13’29.3″N 10°59’31.7″E

FFH-SchutzgebietFFH-Schutzgebiet

Station 6: Vereine in Niederfüllbach

Die Land-Gemeinde Niederfüllbach zeichnet sich durch ihr besonders reges Vereinsleben aus: Vielfältige Gruppen wie Füllbacher Bäcker, Feuerwehr oder die Turn- und Sportgemeinde Niederfüllbach bündeln erfolgreich die individuellen Interessen einer bunten Bürgergesellschaft. Gleichzeitig bilden Vereine wie die Jugendfördergemeinschaft Itzgrund oder der Singverein dynamische Zentren der facettenreichen Dorfkultur.
Vereine in Niederfüllbach

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